Vorzeitiger Samenerguss: Ursachen und Lösungsansätze

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Es gibt körperliche Symptome, über die man nicht lange diskutieren muss. An einem Husten oder Schnupfen gibt es nichts zu beschönigen oder unterschiedlich auszulegen: Man ist krank und will alles dafür tun, um schnell wieder komplett gesund und fit zu sein. Anders: Ein vorzeitiger Samenerguss. Natürlich handelt es sich dabei um keine Krankheit im eigentlichen Sinne (auch wenn er ein Symptom für eine solche sein kann). Trotzdem leiden betroffene Männer und deren Partnerinnen darunter.

Zuerst muss allerdings definiert werden, was unter „vorzeitig“ zu verstehen ist. Wer erwartet, dass er beim Sex unbedingt eine halbe Stunde durchhält, der wird wahrscheinlich meistens enttäuscht. Dauert der Sex jedoch nur eine Minute, so kann ganz klar von einem vorzeitigen Samenerguss gesprochen werden. Die Ursachen für einen solchen sind vielfältig, allerdings in den meisten Fällen nicht bedrohlich. Und in den meisten Fällen gibt es Lösungsstrategien, mit denen die lustvolle Zweisamkeit wieder richtig genossen werden kann.

Warum man(n) zu früh kommt

Im Folgenden sollen die häufigsten Gründe für einen verfrühten Orgasmus des Mannes genannt werden. Meistens sind diese psychischer Natur.

  • Übermäßige Erregung: Wenn es einen angenehmen Grund für einen vorzeitigen Orgasmus geben kann, so ist er hier zu finden. Männer, die zum ersten Mal mit einer Sexgöttin schlafen, sind oftmals von einer immensen Geilheit gepackt, die sich eben vorzeitig in einem Wahnsinnsorgasmus löst. Vielleicht ist es aber auch das Szenario mit den gesamten Rahmenbedingungen. Auch die langjährige Partnerin kann für einen gewaltigen Lustrausch sorgen, indem sie ihren Mann zum Beispiel in neuen, atemberaubenden Dessous überrascht. Wenn sich beide zudem im Vorfeld an erotischen Bildern oder Pornographie aufgeilen, entfaltet dies natürlich auch seine Wirkung.
  • Stress: Gestresste Männer haben einen erhöhten Adrenalinspiegel, während das Serotonin-Level niedrig ist. Bei vielen Männern kann Stress eine Ursache für vollkommene Lustlosigkeit sein, bei anderen bewirkt er sogar das Gegenteil. Die Eichel und der gesamte Penis sind dann besonders leicht reizbar. Ein vorzeitiger Samenergus kann die logische Konsequenz sein.
  • Körperliche Ursachen: Insbesondere dann, wenn ein vorzeitiger Samenerguss ohne ersichtlichen Grund plötzlich und unerwartet auftritt, kann eine Erkrankung dahinterstecken. Das kann zum Beispiel eine Entzündung von Prostata oder Schilddrüse sein. Auch wenn keine weiteren Beschwerden auftreten, ist dann der Besuch beim Urologen ratsam. Übrigens stellen sich auch Erkrankungen wie die beispielhaft genannten zumeist als leicht zu behandeln und wenig bedrohlich heraus. Nur in den seltensten Fällen muss der Arzt zum Skalpell greifen oder starke Medikamente verordnen.

Vorzeitiger Samenerguss: Das kann man(n) tun!

Wenn ein vorzeitiger Samenerguss tatsächlich körperliche Ursachen hat, so kann man diese normalerweise medikamentös behandeln. Natürlich braucht es dazu die Diagnose des Facharztes, damit dieser die richtigen Medikamente verordnen kann.
Ansonsten gibt es diverse Tricks und Kniffe, die einen vorzeitigen Samenerguss verhindern können.

Die Start-Stopp-Strategie:

Jeder Mann kennt die plötzliche Eile, die einen kurz vor dem Orgasmus packt. Man(n) will an dieser Stelle einfach nicht stoppen – allerdings liegt genau in diesem Stopp das Zaubermittel gegen einen vorzeitigen Orgasmus. Wer kurz vor dem aufkommenden Höhepunkt kurz innehält, der hält länger durch. Am besten funktioniert dies natürlich unter Mitwirkung der Partnerin. Die Strategie lässt sich aber auch mittels Masturbation trainieren.

Die Geilheit ausbremsen:

Auch dieser Tipp mag wenig lustvoll sein, hilfreich ist er aber allemal. Wenn man(n) beim Sex zu sehr erregt ist, kann man die Gedanken auch vom Thema Sex weglenken. Der Gedanke an die unaufgeräumte Küche oder die noch zu erledigende Steuererklärung dürfte ernüchternd genug sein, um länger durchzuhalten. Mit etwas Training lässt sich die Geilheit per Gedankenkraft tatsächlich recht gut an- und wieder ausknipsen.

Ein Kondom mit leicht betäubendem Wirkstoff verwenden:

Es gibt Kondome, die nicht nur mit dem üblichen Gleitfilm, sondern auch mit einem leicht betäubenden Wirkstoff benetzt sind. Dieser sorgt dafür, dass der Penis nicht mehr so leicht erregbar ist und der Mann länger durchhält.

Einen Cockring tragen:

Cockringe sind Ringe, die meist aus Metall oder Gummi gefertigt wurden und an die Peniswurzel geschoben werden. Bei einer weiteren Variante werden sogar Penis und Hoden komplett durch den Ring geschoben. Das mag optisch reizvoll sein, hat aber vor allem einen Grund: Durch den zusätzlich unterstützten Blutstau wird der Penis steifer, gleichzeitig hält der Mann länger durch. Im Sexshop findet sich sexy Unterwäsche, in die der Cockring bereits eingearbeitet ist. Dadurch ergibt sich ein durchaus ansehnlicher Push-Up-Effekt. Außerdem gibt es spezielle Kondome mit etwas engerer Öffnung. Der dort befindliche Rollrand wirkt bei diesen Präservativen ebenfalls wie ein Cockring.

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Quelle:
https://www.menshealth.de/special/das-hilft-gegen-vorzeitigen-samenerguss.16899.html

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